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Welche Autodesk-Software passt zu Ihnen? Nach Fach

3D-Design und Architektur

Welche Autodesk-Software Sie brauchen, entscheidet Ihr Fach, nicht die Liste dessen, was ein Paket alles kann. Das klingt selbstverständlich, aber genau hier geht es schief: Menschen wählen nach allem, was eine Suite leisten könnte, und kaufen dadurch zu viel. Die ehrliche Frage lautet nicht “welches ist das beste”, sondern “was mache ich den ganzen Tag, und was ist das Kleinste, das das abdeckt”.

Im Folgenden gehe ich die Pakete nach Disziplin durch, mit den echten Listenpreisen von Autodesk, und sage klar, wann Sie kein Bundle nehmen sollten.

Beginnen Sie beim Fach, nicht bei der Software

Autodesk macht Dutzende Programme, aber die meisten Menschen brauchen eines, manchmal zwei. Die Kunst ist nicht, die stärkste Suite zu finden, sondern die, die zu Ihrer Arbeit passt und sonst nichts. Jeder Titel, den Sie kaufen, aber nie öffnen, ist weggeworfenes Geld, und bei Autodesk summieren sich diese Beträge schnell. Es ist verlockend zu denken, mehr Funktionen könnten nie schaden, aber bei Software, die jährlich und pro Nutzer abgerechnet wird, zahlen Sie für jede ungenutzte Funktion alle zwölf Monate erneut.

Vor den Preisen also der entscheidende Schritt: benennen Sie, was Sie herstellen. Zeichnen Sie flache Grundrisse und Schnitte, oder bauen Sie ganze Gebäudemodelle? Entwerfen Sie Maschinen oder Produkte, oder erstellen Sie Bilder und Animationen? Die Antwort weist fast immer auf ein einziges Programm.

Achten Sie auch darauf, was Ihr Umfeld erwartet. Software steht nicht für sich: Sie liefern Dateien an Auftraggeber, Handwerker oder Kollegen, und die erwarten ein bestimmtes Format. Arbeitet Ihre ganze Kette in Revit, ist eine AutoCAD-Zeichnung umständlich, und umgekehrt genauso. Die Frage “was nutzt der Rest meiner Branche” ist manchmal wichtiger als das Programm, das Ihnen persönlich am besten gefällt, denn Sie müssen damit austauschen können.

Was Sie tunDas passende Programm
2D-Zeichnungen, Grundrisse, technische DetailsAutoCAD
Gebäude mit BIM entwerfen, samt GebäudetechnikRevit
Maschinen und mechanische BauteileInventor
Produktentwurf mit Simulation und Fertigung in einemFusion
Animation für Film und SpieleMaya
Visualisierung und Archviz, fotorealistische Bilder3ds Max
Infrastruktur, Straßen und GeländeCivil 3D
Einteilung nach den Produktbeschreibungen von Autodesk, autodesk.com, abgerufen am 9. August 2026.

AutoCAD oder Revit: die häufigste Verwechslung

Die meiste Unsicherheit sitzt zwischen diesen beiden, und das ist verständlich, denn sie überschneiden sich an den Rändern. Der Unterschied in einem Satz: AutoCAD zeichnet Linien, Revit baut ein Modell. In AutoCAD setzen Sie eine Wand als zwei Linien; in Revit setzen Sie eine Wand, die weiß, dass sie eine Wand ist, mit einer Dicke, einem Material und einer Beziehung zum Dach darüber.

Arbeiten Sie nur an 2D-Zeichnungen oder liefern an Parteien, die AutoCAD-Dateien erwarten, dann ist AutoCAD die richtige Wahl und Revit überdimensioniert. Arbeiten Sie an Gebäuden, bei denen eine Änderung im Grundriss automatisch in den Schnitt und die Materialaufstellung durchschlagen muss, dann ist Revit das Werkzeug und AutoCAD würde Sie bremsen. Diese Wahl haben wir ausführlich gegenübergestellt in AutoCAD oder Revit.

Die Preise, die die Wahl scharf stellen

Autodesk rechnet pro Nutzer und pro Jahr, und die Beträge sind kräftig. Auf autodesk.com standen am 9. August 2026 diese Listenpreise: AutoCAD 2.203 € pro Jahr, Revit 3.159 € pro Jahr, Fusion 714 € pro Jahr und die AEC Collection 3.860 € pro Jahr für einen Nutzer. Autodesk vermerkt beim Collection-Betrag selbst “geschätzte Steuer inbegriffen”.

Zwei Dinge fallen auf. Erstens: pro Nutzer, nicht pro Rechner. Zwei Personen, die dasselbe Programm verwenden, brauchen zwei Lizenzen, auch am selben PC. Zweitens: der Abstand zwischen einem Einzeltitel und einer Collection ist kleiner, als man denkt. Revit allein kostet 3.159 €, die ganze AEC Collection 3.860 €. Das führt zu der Rechnung, die die meisten falsch machen.

Wann lohnt sich die AEC Collection oder All Apps?

Eine Collection lohnt sich, sobald Sie drei oder mehr Titel wirklich nutzen. Sind Sie im Bauwesen und arbeiten mit Revit, AutoCAD und Civil 3D, ist die AEC Collection günstiger als diese drei einzeln, und dann ist es eine leichte Entscheidung.

Dreht sich Ihre Arbeit aber um ein Programm, kaufen Sie mit einer Collection vor allem Software, die Sie nie öffnen. Wer nur Revit nutzt, gibt fast siebenhundert Euro im Jahr zusätzlich für Titel aus, die verstauben. Der bekannte Rat “im Zweifel das Bundle, das ist flexibler” gilt daher nur, wenn der Zweifel wirklich mehrere Programme betrifft. Unsicher zwischen zweien, rechnen Sie es einfach aus; gar nicht unsicher, kaufen Sie den einen Titel.

Eine konkrete Rechnung macht es scharf. Nutzen Sie nur Revit, stehen Sie bei 3.159 € im Jahr, und die AEC Collection legt 701 € obendrauf, Geld für Software, die Sie nicht anrühren. Nutzen Sie Revit und AutoCAD, kosten die zwei einzeln schon über fünftausend Euro, und die Collection zu 3.860 € ist plötzlich eine deutliche Ersparnis. Der Umschlagpunkt liegt also nicht bei “zwei Programme vielleicht”, sondern bei “zwei Programme wirklich, oder mehr”. Darunter ist der Einzeltitel die sparsame Wahl, darüber das Bundle.

Brauche ich AutoCAD oder AutoCAD LT?

Noch eine Wahl, die Geld spart. AutoCAD LT ist die leichtere, günstigere Variante, die alles kann, was Sie für 2D-Zeichenarbeit brauchen. Der Unterschied zum vollen AutoCAD liegt in der 3D-Modellierung und in der Möglichkeit, mit eigenen Automatisierungen und branchenspezifischen Toolsets zu arbeiten.

Zeichnen Sie ausschließlich in 2D, Grundrisse, Details, Schemata, ist LT wahrscheinlich genug, und Sie zahlen nicht für 3D-Werkzeug, das Sie nie anrühren. Arbeiten Sie mit 3D-Modellen oder den spezialisierten Toolsets für etwa Maschinenbau oder Elektrotechnik, brauchen Sie die volle Version. Es ist dieselbe Logik wie bei der Collection: kaufen Sie die Stufe, die zu Ihrer Arbeit passt, nicht die, die Eindruck macht.

Maschinenbau und Produktentwurf: Inventor oder Fusion

Stellen Sie physische Dinge her, läuft die Wahl auf Inventor gegen Fusion hinaus, und die beiden sind weniger austauschbar, als sie aussehen.

Inventor ist die klassische Wahl für mechanische Konstruktion und Maschinenbau, mit starken Werkzeugen für große Baugruppen und technische Zeichnungen, die aus dem 3D-Modell abgeleitet werden. Fusion ist jünger und bündelt Entwurf, Simulation und Fertigung, CAM für CNC-Maschinen inbegriffen, in einem Paket. Für ein kleines Studio oder einen Einzelunternehmer, der von Entwurf bis Fräsen alles selbst macht, ist Fusion oft die sinnvollere Lösung, auch weil das Einzelabo mit 714 € im Jahr deutlich unter den schweren Paketen liegt.

Stehen Sie dazwischen und ziehen auch SolidWorks in Betracht, spielt mehr als der Preis. Dieser Vergleich steht für sich in Fusion vs Inventor vs SolidWorks.

Bild und Animation: Maya oder 3ds Max

In der kreativen Ecke ist die Trennlinie recht klar. Maya ist der Standard für Animation und Character-Arbeit in Film und Spielen. 3ds Max ist stärker in Visualisierung und Archviz: fotorealistische Bilder von Innenräumen, Gebäuden und Produkten. Viele Studios, die Renderings fürs Bauwesen erstellen, wählen 3ds Max, gerade weil es an die Modelle aus Revit anschließt.

Wichtig zu wissen: ein Render-Paket ist kein Modellier-Paket. Maya und 3ds Max machen Ihre Bilder schön, aber das Bauwerk selbst zeichnen Sie in AutoCAD, Revit oder Inventor. Wer im Bauwesen oder in der Technik sitzt, hat daher fast immer zwei Werkzeuge: eines zum Entwerfen und eines zum Zeigen.

Genau dort ergibt eine Collection plötzlich doch Sinn. Ein Architekturbüro, das in Revit entwirft und in 3ds Max präsentiert, nutzt zwei schwere Titel, beide in der AEC Collection. Sobald Sie ein Werkzeug zum Entwerfen und eines zum Zeigen kombinieren, zählen Sie fast von selbst zu jenem Umschlagpunkt. Liegt Ihre Arbeit dagegen rein beim Bild, etwa wenn Sie Renderings zu Modellen erstellen, die andere liefern, reicht ein Render-Paket und der Rest der Collection ist Ballast.

Wie viele Lizenzen brauchen Sie wirklich?

Nach der Programmwahl ist dies die Frage, die das meiste Geld bewegt, und sie wird oft falsch beantwortet. Autodesk rechnet pro Nutzer. Das heißt nicht pro Rechner und nicht pro Projekt, sondern pro Person, die die Software verwendet.

Für einen Einzelunternehmer ist das einfach: eine Person, eine Lizenz, egal ob Sie an Laptop und Desktop arbeiten. Für eine kleine Firma ist es feiner. Zwei Zeichner, die beide Revit nutzen, brauchen zwei Lizenzen, auch wenn sie sich am selben Arbeitsplatz abwechseln. Arbeiten Menschen zu verschiedenen Zeiten, gibt es keine Möglichkeit, eine Lizenz legal zu teilen, als wäre sie ein Abo fürs ganze Büro.

Die praktische Lehre: zählen Sie die Menschen, nicht die Maschinen. Und kaufen Sie nicht auf Vorrat für ein Wachstum, das vielleicht ausbleibt. Eine Lizenz später dazuzunehmen geht immer; ein Jahr, gezahlt für einen leeren Platz, bekommen Sie nicht zurück.

Ein Punkt verdient noch einen Satz, weil er wachsende Teams stolpern lässt. Wenn Sie Personen hinzunehmen, halten Sie das ganze Team bei derselben Wahl: einen Einzeltitel für den einen Zeichner und eine Collection für den anderen zu mischen, erzeugt zwei Arten von Dateien und zwei Arten von Support-Ärger. Auf Dauer ist es meist günstiger, sich auf ein Setup festzulegen, als pro Platz ein wenig zu sparen und später für die Verwirrung zu zahlen.

Wann Sie noch nichts kaufen sollten

Es gibt zwei Fälle, in denen ich warten würde.

Studieren Sie noch oder unterrichten Sie, bietet Autodesk seine Software kostenlos für die Ausbildung an. Das ist ein eigener Weg, direkt bei Autodesk, und solange Sie dafür infrage kommen, brauchen Sie nichts zu kaufen. Eine bezahlte Lizenz zu kaufen, während Sie Anspruch auf die Ausbildungsversion haben, ist Verschwendung. Beachten Sie aber, dass eine Ausbildungslizenz nicht für kommerzielle Arbeit gedacht ist; wollen Sie mit Ihren Entwürfen Geld verdienen, brauchen Sie doch eine normale Lizenz.

Und wissen Sie noch nicht, in welches Fach Sie gehen, oder wollen ein Programm zuerst ausprobieren, gibt es kostenlose Testversionen. Kaufen Sie erst, wenn Sie wissen, dass Sie es nutzen werden und wofür. Die teuerste Entscheidung bei Autodesk ist nicht der falsche Titel, sondern ein teurer Titel, den Sie am Ende liegen lassen.

Warum dasselbe Programm bei uns so viel weniger kostet

Die Beträge oben sind Autodesks eigene Listenpreise. Wir verkaufen dieselbe Software für einen Bruchteil davon, und das ist kein Trick, sondern der Gebrauchtmarkt, den der Europäische Gerichtshof ausdrücklich erlaubt. Eine Dauerlizenz, die zuvor verkauft wurde und deren Vorbesitzer verzichtet hat, darf erneut verkauft werden.

Worauf Sie achten müssen, ist nicht der Preis, sondern die Herkunft: eine saubere Übertragung einer ganzen Lizenz ist etwas anderes als ein zerlegter Volumenschlüssel. Diese rechtliche Seite und wie Sie einen verlässlichen Händler erkennen, haben wir in ist gebrauchte Software legal ausgeführt. Das lohnt sich vor der Bestellung eines teuren Titels, denn gerade bei Autodesk steckt der Unterschied im Detail.

Also, andersherum als eine Zusammenfassung, denn eine Zusammenfassung fügt nichts hinzu: wählen Sie nach Ihrem Fach, kaufen Sie das Kleinste, das das abdeckt, und nehmen Sie eine Collection erst, wenn Sie wirklich drei Titel daraus nutzen. Sind Sie noch zwischen zwei Programmen unsicher, lesen Sie den gezielten Vergleich dazu und rechnen Sie den Unterschied selbst aus. Das kostet zehn Minuten und spart Ihnen womöglich Hunderte Euro im Jahr, und zwar nicht einmalig, sondern jedes Jahr aufs Neue, solange Sie die Software nutzen. Genau deshalb lohnt es sich, diese eine Entscheidung ruhig und richtig zu treffen, statt sie beim ersten Angebot zu überspringen.

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